Empfangsgebäude Bismark

Lange habe ich überlegt, wie ich das Modell des Empfangsgebäudes baue. Schließ sollte die typische Wandgestaltung in mehreren Ebenen nachgebildet werden.
Handelsübliche Platten aus Polystyrol schieden aus, da hier das Mauerwerk viel zu groß ist. Erste Idee war daher, das Gebäude mit maßstäblichen Mauerwerk in CorelDraw zu zeichnen und dann auf Karton auszudrucken.
Nach Fertigstellung der Zeichnung wurde ein erstes Probemodell zusammengebaut, welches mich jedoch nicht so recht überzeugen konnte.
Zu diesem Zeitpunkt wurde ich auf die Arbeit von Stefan Teichert aufmerksam, der selbst filigranste Dinge aus Karton lasert. Zum FREMO-Treffen 2006 in Braunlage hatte ich die Möglichkeit, mit Stefan über mein Projekt zu sprechen.
Nach Überarbeitung meiner Zeichnung habe ich mri von ihm die Teile des Gebäudes aus 0,2 mm Karton lasern lassen.
Dies ging erfreulich schnell und zu einem Preis, der immer noch weit unter dem eines handelsüblichen Bausatzes der namhaften Zubehörhersteller liegt.
Die einzelnen Teile waren sehr sauber und vorallem mit maßstäblichem(!) Mauerwerk gelasert.
Um die typische Fassadenstruktur nachbilden zu können, erfolgt Wandaufbau in mehreren Schichten (insgesamt sind es 5).
Geklebt wurde mit Alleskleber aus UHU's Flinker Flasche, verdünnt mit etwas Aceton. So ließ sich der Klebstoff gut mit dem Pinsel auftragen und etwas Zeit für Korrekturen blieb auch noch.
Als nicht ganz so ideal stellte sich heraus, die gelaserte Pappe an den Gebäudekanten zu knicken. Hier lösten sich doch einige "Steine". Diese ausgefransten Kanten wurden nach der Airbrush-Lackierung mit einer Rasierklinge versäubert.
Das Dach entstand aus Polystyrol-Ziegelplatten von Kibri. Vorher wurde jedoch ein Modell aus Pappe angefertigt, denn bei der Dachform sind doch einige Winkel zu beachten, was bei der Dreidimensionalität doch Einiges an Rechnerei verlangte.
Nachdem die Dachform erstellt war, wurden die Aussparungen für die Schornsteine ausgearbeitet. Für die Firststeine habe ich mir eine Silikonform erstellt. Nach Grundierung erfolgte der Anstrich mit Acryl-Farbe gefolgt von einer dezenten Alterung. Letztendlich wurden die weiß lackierten Fensterelemente (auch gelasert) und die Verglasung eingesetzt.
Um ein wenig Leben in die noch einfarbige Fassade zu bringen, erfolgte auch hier eine dezente Alterung. Des Weiteren wurden einzelne Steine des Mauerwerks mit Buntstiften in Braun- ,Rot- und Orangetönen hervorgehoben. Die letzen Arbeiten bestehen nun daraus, noch die Dachrinnen und Fallrohre sowie Details wie Isolatoren der Telegrafenleitung und Türklinken anzubringen.
Abschließend nochmals herzlichen Dank an Stefan Teichert für seine Unterstützung bei der Umsetzung dieses Vorhabens.

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